Helen Brown, Cleo

Die Katze Cleo wird von Helens Söhnen ausgesucht. Obwohl Helen eigentlich ein Hundetyp ist und zuhause auch schon ein stattliches Exemplar auf die Rückkehr der Familie wartet, lässt sie sich von ihren beiden Kindern, Sam und Rob, zu einer Katze überreden. Da das Katzenjunge aber noch sehr klein ist, soll es noch einige Wochen bei der Mutter bleiben. In diesen Wochen verändert sich das Leben der Familie dramatisch. Sam wird von einem Auto erfasst und stirbt sofort. Sein kleiner Bruder Rob musste das Unglück mit ansehen und ist stark traumatisiert. Die Eltern können das Geschehene nicht begreifen und ziehen sich in ihre eigenen Welten voller Schmerz und Trauer zurück. Eines Tages steht dann aber Cleo vor der Tür. Helen kann mit der Katze nichts anfangen und möchte sie nicht aufnehmen. Sie sollte Sams Haustier sein. Da Sam nicht mehr lebt, möchte sie auch die Katze nicht annehmen. Auf einen Versuch lässt sie sich jedoch ein. Und kaum ist Cleo in dem Haus beginnt sie auf der einen Seite sich sofort in den Herzen von Rob und Helen festzusetzen. Auf der anderen Seite vergrößert sie das Chaos. In den kommenden Jahren begleitet Cleo das leben der Familie. Sie sorgt dafür, dass neue Kontakte entstehen, einige ungebetene Besucher das Haus gleich wieder verlassen und lindert den Schmerz aller Familienmitglieder. Helen hält sie von Selbstmordgedanken ab und beschert ihr eine neue Freundin. Rob kann wieder in seinem Zimmer schlafen und hat einen Gesprächspartner gefunden. Und auch neue Familienmitglieder erleben mit Cleo eine wunderbare Zeit.

Sprachlich hebt sich das gesamte Buch leider nicht von der Leseprobe ab. Es ist im Kolumnen-Stil geschrieben und enthält kleine Pointen, die teilweise konstruiert wirken. Der Charme und der Witz der Autorin werden jedoch dadurch gut vermittelt. Wenn mitfühlende Szene auftauchen werden diese leider nicht lange durch den Text getragen. Sie werden erwähnt, berühren den Leser kurz und werden danach schnell begraben. In vielen Bereichen kratzt der Text nur an der Oberfläche. Beziehungen und Ereignisse hätten ausführlicher beschrieben werden können. Allerdings denke ich, dass dies dem Fakt geschuldet ist, dass es sich hier um eine Autobiographie handelt. In einem fiktionalen Text wären weitere Ausführungen leichter gefallen.
Insgesamt lässt sich das Buch jedoch flüssig und zügig lesen. Zudem enthält es einen gewissen Spannungsbogen den man verfolgen möchte.

Fazit: Eine leichte Sommerlektüre, die man empfehlen kann. Man muss sich jedoch auf den Stil einer Kolumne einlassen können.

übersetzt aus dem Englischen von Andrea Stumpf
Erscheinungsdatum: 26.07.2010
Fester Einband, 384 Seiten

Preis: 17.90 € (D) / 26.90 sFR (CH) / 18.40 € (A)

ISBN 978-3-552-06136-1

Verlagsseite zum Buch

Bild und Infos von der Verlagsseite (s.o.)

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