"Trauerfall" in der Blogger-Familie

Liebe BesucherInnen,
heute gibt es leider keinen Sonntags-Tipp aber so etwas wie ein Wort zum Sonntag.

Bei mir fing alles mit einem Buchtausch an. Ailis hat mich über vorablesen.de kontaktiert und wir waren uns ganz schnell einig. Und schon war ich gefangen in der Bloggerwelt, die nicht immer glitzert, aber in unregelmäßigen Abständen Perlen an das Land spült. Gleich nach dem Erforschen von Ailis‘ Leseturm hob ich einen zweiten Schatz. Ich lernte Dorotas Blog (Bibliophilin) kennen und lieben. Wir tauschten nicht nur regelmäßig Kommentare aus, sondern auch ganz normale Post und eine nicht geringe Menge an Büchern. Okay ich gebe zu, dass ich mehr Buchhüllen und -taschen als Tauschobjekte abgegeben habe.
Im Gegensatz zu anderen Bloggern, die genauso wie ich während einer beruflichen Flaute mit dem Rezensieren begonnen haben, hat Dorota einen Vollzeitjob. Trotzdem hat sie es geschafft in einer Woche mehrere Rezensionen zu veröffentlichen. Sie hat zudem Tipps gegeben, hat auf anderen Blogs Kommentare hinterlassen, pflegte einen Facebook- und einen Lovelybooks-Account, beantwortete Mails etc. pp.
Schon länger hatte ich mir daher insgeheim die Frage gestellt wie sie das alles schafft und ob sie auch mal schläft oder einfach nur etwas für sich macht. Denn sein wir mal ehrlich, mein Blog ist super klein und ich habe nur eine 1/3-Stelle. Trotzdem komme ich nicht immer zum Lesen und Rezensieren. Regelmäßig plagt mich das schlechte Gewissen meinen Lesern gegenüber und es fällt mir schwer einfach mal ein klares Nein auszusprechen. Aber es handelt sich nun mal um ein Hobby. Ich bekomme dafür kein Geld, ich möchte auch noch andere Dinge machen und mich nicht nur über diese Seite definieren.
Wie muss es da erst Dorota gegangen sein als immer mehr Rezensionsexemplare ins Haus flatterten?
Daher hat sie sich entschlossen ihren Blog für einige Zeit zu schließen. Ich glaube ich spreche für viele andere begeisterte Leser ihrer Seite, wenn ich sage, dass man gar nicht richtig in Worte fassen kann, was gerade in einem vorgeht. Man kennt sich vielfach nur virtuell und doch ist eine Blogschließung wie der Verlust eines guten Freundes. Zumal es sich bei Dorotas Rezensionen um qualitativ hochwertige Texte und interessanten Themen handelte.

Liebe Dorota, danke für alle wunderbaren Artikel, die du in den letzten Monaten veröffentlicht hast. Ich danke dir auch für deine wunderbare erfrischende und humorvolle Art.
Du hast ganz bestimmt aus einigen Gelegenheitslesern wahre Leseratten gemacht.
Merci, dass wir an deiner Begeisterung für viele Bücher teilhaben konnten.
Ich hoffe wir verlieren usn nicht aus den Augen.

Und jetzt genieß deine Freiheit und lies einfach nur mal so für dich ein Buch!

Charlene

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18 Kommentare zu “"Trauerfall" in der Blogger-Familie

  1. Das hast du schön gesagt :-).Ich bin auch traurig, andererseits versteh ich es total. Und ich geb die Hoffnung nicht auf, dass sie irgendwann "zurückkehrt" und dann vielleicht eher nicht alle gelesenen Bücher rezensiert, sondern wieder Freude und Spaß am Bloggen und Lesen findet.

  2. Liebe Charlene, mir fehlen die Worte um zu beschreiben, wie geehrt ich mich fühle, dass ich diesen wertvollen Platz auf Deinem Blog bekommen habe. Ich weiß, es ist eher eine traurige Angelegenheit. Seit gestern habe ich schon einige Tränen vergossen, als ich die ganze Wertschätzung meiner Leser mitbekommen habe. Es fühlt sich jedoch richtig an, eine Pause zu machen. Denn ich muss gestehen, dass ich mich, Dorota, in dieser Online-Welt irgendwo verloren habe. Ein typischer Tag aus dem Leben der Bibliophilin: steht um 6 Uhr auf, kommt und 18 Uhr nach Hause, nachdem sie ihren Job gemacht hat. Dazwischen hat sie auch im Zug per iPhone bereits E-Mails oder Kommentare beantwortet. Oft auch die ersten Notizen zu einer Rezension gemacht. Und gelesen hat sie. Bevor sie schlafen geht, hat sie noch 5 bis 6 Stunden während dieser sie sich um ihren Blog und Kontakte kümmert. Aber nicht falsch verstehen – ich habe es sehr gerne gemacht. Sonst hätte ich es schon längst aufgeben müssen. Es war unheimlich toll, dass alles zu schaffen. Als ich jedoch merkte, dass ich auch Pause brauche, war es ein wenig zu spät… So mussten härtere Massnahmen her. Deswegen habe ich mich erst mal entschieden den Blog ruhen zu lassen. Aber genug geheult, ich muss jetzt Kräfte sammeln, dass ich zurück kommen kann 🙂 Ausserdem muss ich noch ganz viel hier erledingen. Vom Alltag kann man leider keine Pause machen. Wobei ich auch das geschafft habe, während ich mich nur um den Blog gekümmert habe.Liebe Ariane und liebe Christiane,danke auch Euch für alles!Einen schönen Tag und – ja, wir bleiben im Kontakt!Eure Dorota

  3. @ Charlene, weißt Du eigentlich, dass es Dorota war, die meinte, ich solle mal bei Dir "anklopfen" ;-)Ich bin traurig, aber ich spüre, dass diese Pause nun ganz wichtig ist und unsere liebe Bibliophilin die Zeit für sich braucht. Ich gönne sie ihr von Herzen.Wir werden sie alle vermissen, aber ich denke, viele von uns halten den Kontakt zu ihr aufrecht, ich werde dies jedenfalls tun und darauf freue ich mich.Liebe Grüße.

  4. Ähnliche Gedanken hatte ich auch schon. Sie hat uns so viel Freude geschenkt, ganz einfach schon durch ihre liebenswerte Art :-)Umso mehr gönne ich ihr diese Auszeit, damit es ihr wieder richtig gut geht.

  5. Ach, jetzt hört doch auf! Sonst weine ich noch mehr… Danke für alles, Ihr Lieben.Aber noch bin ich nicht weg. Bis Ende April bekommt Ihr noch drei meine Rezensionen 🙂

  6. Du sollst doch nicht weinen, Dorota. Du sollst nur wissen, dass wir alle (längst) erkannt haben, was für eine liebenswerte Person Du bist und dass auch gerade daher wir alle Deine Entscheidung verstehen und nur das Beste für Dich wollen!

  7. Nicht weinen, Dorota! Aber du bist schon was Besonderes! Ich meine, vor kurzem wollte ich noch die Brocken hinschmeißen und du hast mir zugehört und mir Mut gemacht – ganz selbstlos…

  8. Das hast du wunderschön geschrieben. Und ich kann Dorota verstehen, es ist einfach mit der Zeit mehr als stressig mit Vollzeitjob, Familie und dann noch Bloggen und lesen… Irgendwas muss da einfach zu kurz kommen.Ich merke das auch hin und wieder, kann mich aber von keiner der sachen trennen – noch nicht.Ganz liebe Grüße an DichKarin

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