Welttag des Buches und ein reisendes Buch

Wie den meisten von euch ja bekannt sein dürfte, wurde am Montag der UNESCO Welttag des Buches gefeiert. In diesem Zusammenhang hatten die Stiftung Lesen, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und diverse Verlage 33.333 Lesefreunde gesucht, die Bücher verschenken wollten. Hierfür konnte man aus einer Liste von 25 Titeln drei Wunschbücher auswählen. Anfang April erhielt man dann 30 Exemplare von einem der erwählten Werke. Ich hatte natürlich gleich große Ideen und habe ein paar Leute eingespannt. Von Open-Air Lesungen und der Belustigung im Café bis zu einem JVA-Besuch schwirrte etliches in meinem Kopf umher. Doch je näher der Tag rückte, desto geringer wurde die Beteiligung der Mitstreiter und die Zeit raste nur noch.
Am Ende hatte ich je 30 Exemplare von „Ghost“ und „Am anderen Ende der Sonnenallee“.
Zunächst dachte ich natürlich, dass ich niemanden finden werde, der ein Buch haben will. Doch letztendlich ging es super fix. Und da die Initiatoren explizit dafür geworben hatten, die Bücher auch an Verwandte und Bekannte zu verschenken, hielt sich mein schlechtes Gewissen in Grenzen.
So verschickte ich die Bücher an Freunde in ganz Deutschland, verteilte sie an Kollegen, in meinem Lieblingscafé und an die Arzthelferin, die ich am Montag bei einem Termin gesehen habe.

Damit aber auch mir unbekannte Menschen von dieser tollen Aktion profitieren konnten, habe ich einige Bücher mit der Aufschrift „Nimm mich mit!“ versehen und ganz zufällig in der S-Bahn, der Tram und dem Bus vergessen.

Nun stellt sich mir natürlich die Frage, ob die Aktion irgendetwas gebracht hat. Wurden wirklich Leute erreicht, die sonst nie lesen? Und wer trägt eigentlich die Kosten für die 1.000.000 Bücher? Werden die nicht auf meine kleine Buchhändlerin umgewälzt, die von der Aktion eigentlich gar nichts hatte?
Welche Erfahrungen habt ihr gemacht und wie ist eure Meinung?

Am Dienstag erhielt ich dann Überraschungspost, die euch vielleicht auch interessieren wird. Ebenso wie 99 andere Blogger werde ich in den nächsten Tagen „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“ lesen. Anschließend soll das Buch weitergereicht werden. Und nach ca. 2 Wochen soll es dann erneut auf die Reise gehen. Jeder Leser soll Notizen in dem Buch hinterlassen und so in gewisser Weise mit seinen Nachfolgern in ein schriftliches Gespräch über das Buch treten.
Und obwohl ich gerade einmal 20 Seiten gelesen habe, bin ich schon total begeistert von der Geschichte.
Hat jemand vielleicht Lust der nächste Leser meines Exemplars zu sein?

Hier noch ein Video zum Anlocken:

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Ein Kommentar zu “Welttag des Buches und ein reisendes Buch

  1. Zwei tolle Aktionen!Ich finde es super, dass Du einige Bücher einfach "vergessen" hast in der S-Bahn, der Tram, dem Bus … vielleicht haben die Bücher wirklich Nicht-Leser erreichen können … Die Aktion mit dem Weiterreichen von "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" ist ebenso klasse, ich würde mich ja "bewerben", aber derzeit habe ich gar keine Zeit für Hobbys, ich weiß gar nicht, wann ich die letzte Seite meines "aktuellen" Buches gelesen habe, vor ein paar Wochen vielleicht … ich wünsche Dir viel Spaß mit dem Buch!Lieben GrußSvenja

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