Carl Johan De Geer & Jan Lööf, Oscars Autos

Fein säuberlich stehen das Feuerwehrauto, der Abschleppwagen und das Schiff in Oscars Regal. Auch die Kuscheltiere liegen gut verstaut an ihrem Platz, während Oscar unter seiner kuscheligen Decke schläft. Nur das rote Telefon hat er ganz nah an sich herangezogen. Es könnte ja schließlich mitten in der Nacht klingeln. Und natürlich passiert genau das. Oscar ist sofort hellwach und hält den Hörer an sein Ohr. Am anderen Ende ist der Feuerwehrchef und teilt dem kleinen Jungen mit, dass er seine Hilfe benötigt. Sie müssen zu einem dringenden Einsatz und niemand kann das große Einsatzfahrzeug fahren. Oscar ist blitzschnell bei der Feuerwache und stellt sich als Fahrer zur Verfügung. Nachdem das Feuer in dem kleinen Kiosk gelöscht ist, machen alle zusammen eine Pause. Als beim Verzehren leckerer Süßigkeiten das Telefon in der Wache klingelt, ist es für Oscar. Der örtliche Abschleppdienst benötigt seine Hilfe. Wer jetzt denkt, dass ja schon ein Feuerwehreinsatz sehr anstrengend ist, hat noch keine Ahnung davon, was auf den jungen Fahrer jetzt zukommt. Unzählige Autos soll er abschleppen und jeder Autobesitzer meckert und drängelt. Irgendwann reicht es Oscar und er geht nach Hause. Er kann einfach nicht mehr. Während des Einschlafens klingelt das Telefon wieder. Aber nein, auch im Hafen kann Oscar jetzt nicht mehr helfen. Er ist so müde, dass alles andere bis morgen warten muss.

Rezensiert für www.buecherkinder.de

Jan Lööf kennen wahrscheinlich einige, die häufiger Bilderbücher betrachten oder eine Vorliebe für kurze bebilderte Geschichten haben. Sein Stil ist sehr realistisch und klar. Man kann vielleicht sogar von klassisch, in dem Fall von „Oscars Autos“ aber ganz sicher von einem Retro-Stil sprechen. Allein schon die Uniform der Feuerwehrmänner und die Kleidung der Passanten sprechen dafür.
Der Kern der Geschichte erschließt sich meiner Meinung nach dem Betrachter nicht sofort. Das liegt hauptsächlich daran, dass man sich nicht klar darüber ist, ob Oscar jetzt träumt oder wach ist. Dass zum Beispiel die Autos, die in den einzelnen kleinen Geschichten vorkommen, in seinem Regal stehen, fällt nicht sofort auf. Und vor allen Dingen fragt man sich, und ich frage mich das ehrlich gesagt auch noch immer, was einem der Autor eigentlich mit der Handlung sagen will. Hat er eine Moral im Hinterkopf gehabt oder erzählt er uns nur einen Traum? Für Kinder mag sich diese Frage vielleicht nicht sofort stellen. Aber einige Kuriositäten innerhalb der Geschichte führen auch bei den kleinen Betrachtern zu Sinn- und Verständnisfragen. Und das kann wiederum verwirrend sein.
Mein kleiner „Testleser“ (5 Jahre alt) hat viele Ungereimtheiten gefunden, die den Spaß an dem Buch leider gebremst haben.

978-3-7152-0626-4
gebunden
22.0 x 29.7 cm
36 Seiten
1. Auflage
€ 14.95

Link zur Verlagsseite

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