Filmkritik „Die Monster Uni“

Bereits zwölf Jahre ist es her, dass viel Kinozuschauer die Geschichte von James P. „Sulley“ Sullivan und Mike Glotzkowski gesehen haben. Die damaligen Erfahrungen der Zuschauer mit komplett computeranimierten Filmen waren noch recht gering. Das allgemeine Interesse an solchen Filmen und die wunderbare Geschichte, welche Humor, Freundschaft und Abenteuer enthielt, sorgten für einen großen und weltweiten Erfolg.

In dem genannten Teil arbeiten Sulley und Mike gemeinsam in der Monster AG. Tag für Tag erschrecken sie Kinder und gewinnen aus ihren Schreien Energie für Monsterpolis. Doch eines Tages schafft es ein kleines Mädchen, in die Monsterwelt zu gelangen. Damit beginnt ein rasantes Abenteuer, an dessen Ende eine völlige Umstrukturierung der AG steht. Die Energie für Monsterpolis wird nämlich nun aus dem Lachen der Kinder gewonnen.

Nun könnte man meinen, dass dieses Happy End eine Fortsetzung eigentlich unmöglich macht. Und die Macher des Monster-Universums taten auch gut daran einen solchen Versuch zu unterlassen und sich an ein Prequel zu wagen. In dem neuen Film wird daher erzählt, wie Sulley und Mike überhaupt aufeinandergetroffen sind und wie sie gemeinsam an der Monster Uni Schreckologie studieren wollten.

01A_MU_B1_GlobalAllCharacter_Germany.inddIm Mittelpunkt der Geschichte steht zunächst Mike, der als Schulkind gezeigt wird. Aufgrund seiner Größe und seiner ruhigen Art fällt er nicht besonders auf. Während eines Ausflugs in die Monster AG ist es daher auch nicht verwunderlich, dass die anderen Monster nicht an ihm interessiert sind und ihn sogar ein wenig hänseln. Da er aber unbedingt sehen möchte, wie das Erschrecken funktioniert, schleicht er sich mit einem Erschrecker in ein Kinderzimmer und beobachtet seine Arbeit genau. Nach diesem Erlebnis steht für Glotzkowsky der spätere Berufswunsch fest: Er möchte der bester Erschrecker von Monsterpolis werden. Und dieses Handwerk kann man nur an der Monster Uni lernen.

MU_ID_Card_Faculty Dort trifft er gleich in der ersten Schreckologie-Vorlesung auf Sulley, der arrogant wirkt und Mike gar nicht beachtet. Sulley kommt aus einer erfolgreichen Erschrecker-Familie und versucht auf der Erfolgswelle seiner Vorfahren zu reiten. Mike muss sich hingegen viel erarbeiten, lernt fleißig und wird bald zum besten Studenten der theoretischen Schreckologie.Im Gegensatz zu Sulley findet er aber keine Freunde und wird auch nicht in eine Studentenverbindung aufgenommen. Trotzdem ist er mit seinem Studium recht zufrieden.

Am Ende des Semesters müssen alle Studenten in einem Test zeigen, was sie in den zurückliegenden Wochen gelernt haben. Und hier stehen beide vor einem Problem. Mike hat zwar die gesamte Theorie sehr gut verinnerlicht, wirkt aber in keiner Weise schrecklich. Sulley kann hingegen ein hervorragendes Brüllen zeigen, allerdings kann er aufgrund seiner fehlenden theoretischen Kenntnisse nicht die richtigen Methoden anwenden.

Beide dürfen daher nicht weiter Schreckologie studieren und sind tief deprimiert.

Wenig später fällt Mike allerdings der universitätsweite Wettbewerb ein. Das beste Erschreckerteam wird gesucht und Mike erreicht sogar, dass er wieder Schreckologie studieren darf, wenn sein Team gewinnt. Die einzige Studentenverbindung, die ihn aufnimmt, braucht allerdings noch eine Menge Training. Und es fehlt auch noch ein Teammitglied. Wer bietet sich wohl dafür an?MU_OMEGA_KREISCHMA

Über die gute Qualität der Pixar-Filme braucht man ja nun eigentlich kein Wort mehr zu verlieren. Technisch sind diese hervorragend. Zudem hat man sich hier natürlich an dem ersten Teil orientiert. Wer das damalige Farbenspektakel und die Figuren mochte, wird auch bei der Monster Uni seinen Spaß haben. Zudem findet man in dem Film viele neue und sehr interessante Figuren, die teilweise grandiose Bezüge zu menschlichen Wesen haben, die wir alle aus unserem Alltag kennen.

Die Geschichte der beiden Monsterfreunde wird wunderbar erzählt und enthält alles, was ein guter Film enthalten sollte. Der Humor ist dabei nicht nur auf kleine Zuschauer abgestimmt, sondern erheitert wirklich alle Familienmitglieder. Gleichzeitig wird die Handlung aber auch rasant und  tiefgründig genug erzählt. So erhält man eine gute Mischung aus Abenteuer, Freundschaft und Entwicklung. Wenn man außerdem den ersten Teil nicht gesehen hat, ist der Film wirklich ein Wechselbad der Gefühle. Für meinen jungen Begleiter war nicht klar, dass die beiden Monster später zusammenarbeiten werden. Und so hat er zwischendurch doch die ein oder andere Träne verdrückt, weil er Angst um die Freundschaft der beiden hatte. Aber auch Zuschauer, die den ersten Teil noch gut in Erinnerung haben, langweilen sich keinesfalls. Dafür sorgen unerwartete Wendungen und unbekannte Informationen, die perfekt auf die Inhalte der Monster AG abgestimmt sind. Abgerundet wird das alles durch rockige und äußerst passende Musik.

Fazit: Ein Film, den man gesehen haben muss!

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