Saving Mr. Banks – Filmkritik und Gewinnspiel

Seit knapp einer Woche läuft ein wundervoller Film in den deutschen Kinos, den ihr euch nicht entgehen lassen solltet. Ich hatte bereits die Gelegenheit „Saving Mr. Banks“ zu schauen und möchte euch meine Kritik vorstellen. Wer den Text aufmerksam liest, kann die Frage am Ende des Postings beantworten und ein wundervolles Set zum Film gewinnen, welches aus einem Poster, einem Notizbuch und einem Buch besteht (Fotos findet ihr unten) und  zweimal verlost wird.Saving-Mr-Banks_Logo

Aber nun erst einmal etwas über die Filmhandlung: P. L. Travers ist vielen Menschen als Erfinderin von Mary Poppins bekannt. Das fliegende Kindermädchen hat mit ihren Geschichten schon einige Generationen verzaubert und der Film mit Julie Andrews und Dick van Dyke gehört zu den bekanntesten und mehrfach ausgezeichneten Disney-Prdouktionen. In „Saving Mr. Banks“ geht es genau genommen um die Verbindung von Buch und Film. Die Autorin hatte sich über 20 Jahre gegen eine Verfilmung gesträubt und Angebote von Walt Disney immer wieder ausgeschlagen. Nur unter der Bedingung, dass sie Änderungen an dem Film vornehmen kann, unterschrieb Pamela L. Travers Mitte der 60er Jahre den Vertrag. Diese Änderungsgespräche wurden auf Wunsch der Autorin auf Tonband aufgezeichnet und waren für die Macher von Saving Mr. Banks eine wunderbare Quelle. Erzählt wird nämlich von diesen Gesprächen, deren Darstellung immer wieder von Rückblenden durchbrochen wird. In diesen zeitlichen Rückblicken erfährt man etwas über die Kindheit der Autorin und erkennt nach und nach, dass anscheinend in den Geschichten über Mary Poppins viele Details versteckt sind, die eigentlich aus dem Leben von Pamela L. Travers stammen. In dem Film wird Travers als sehr ruppig und uneinsichtig dargestellt. Walt Disney hingegen ist eine Art lieber Onkel, der die Menschheit einfach nur amüsieren will und den letzten Widerstand der Autorin bricht, indem er die Parallelen zwischen iherer eigenen Geschichte und der von Mary Poppins erkennt und dies Travers vor Augen führt.

Normalerweise bin ich sehr skeptisch, wenn Walt Disney einen Film über Walt Disney veröffentlicht. Und auch die Hervorhebung des 50-jährigen Filmjubiläums hat mich zunächst ein wenig verärgert, weil das Buch nur nebenbei erwähnt wurde. Doch Emma Thompson als P. L. Travers und Tom Hanks als Walt Disney haben mich umgestimmt. Beide zeigen in dem Film eine schauspielerische Glanzleistung, die gerade bei Emma Thompson in den kleinen mimischen Nuancen liegt, die sie wunderbar beherrscht. Die kühle Autorin, die versucht als unnahbar zu wirken, gleichzeitig aber sehr fragil ist und viele Enttäuschungen erlebt hat, wird von ihr wunderbar dargestellt. Obwohl die Drehbuchvorlage eigentlich dafür sorgen müsste, dass man Travers als sehr abschreckend wahrnimmt, ist man paradoxerweise bereits in den ersten Sekunden gleichzeitig von ihr fasziniert. Ihr Sarkasmus und ihre Direktheit sind entwaffend und teilweise auch stark verletzend. Trotzdem findet man ihr verhalten angenehm und irgendwie erfrischend. Im Gegenzug bleibt Tom Hanks in seiner Rolle etwas blass, aber trotzdem sind seine Qualitäten erkennbar. Und ich fand es gar nicht so schlecht, dass er eher im Hintergrund tätig ist und seine Fäden erst langsam spannt.
Auch die Nebenrollen sind mit tollen Schauspielern besetzt worden, die ihre Arbeit sehr gut gemacht haben. Das gesamte Setting tritt allerdings aus meiner Sicht stark in den Hintergrund. Ob gewollt oder nicht gewollt, es passt zu dem Film. Einige schöne Landschaftsbilder sind enthalten, interessanter sind aber die handelnden Personen mit ihren Gefühlen und eigenen Geschichten.

Natürlich muss man auch so ehrlich sein und sagen, dass die Wahrheit an manchen Stellen hinter die Dramaturgie gedrängt wurde. Teilweise handelt es sich auch einfach nur um Auslassungen in der Biografie der Autorin, die dazu führen, dass man ein verzerrtes Bild von ihr hat. Ich habe aber während der zwei Stunden Kinozeit so viel gelacht, mitgefühlt und geweint, dass ich das verschmerzen kann. „Saving Mr. Banks“ ist ein wunderschöner, berührender Film, den man sich unbedingt anschauen sollte. Und vielleicht schaut man sich ja anschließend noch die digital überarbeitete Version von Mary Poppins an UND liest das Buch.

Wenn ihr das oben genannte Fanpaket gewinnen wollt, müsst ihr nur die folgende Frage beantworten. Bitte schickt eure Antwort an buecherstadt@web.deMary-Poppins-Buch Saving-Mr-Banks_Notizbuch_Logo.jpg 50925_SMrBanks_HP_A3_rz.indd

Wer spielt in „Saving Mr. Banks“ die Autroin P. L. Travers?
Die Lösung lautet: Emma Thompson!
Die Gewinner wurden per Mail benachrichtigt.

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