DIE besten Literaturblogs

Vor einigen Tagen hat Stefan Mesch, der auch hin und wieder für den Tagesspiegel und die ZEIT schreibt, eine Liste mit 50 Literaturblogs veröffentlicht, die er empfehlen möchte.

Ich schaue mir solche Listen aus zwei Gründen eigentlich gar nicht erst an. Der eine Grund ist, das ich mit meinem eigenen Blog viel zu unbedeutend bin, um überhaupt einmal auf solch einer Liste aufzutauchen. Das ist mir mittlerweile aber auch ziemlich egal, weil ich mir sage, dass dies nur mein Hobby ist. Ich arbeite nicht in einem Buchladen, sondern habe einen ziemlich zeitintensiven Job in der Schule, der mich auch noch Zuhause stark beansprucht. Daher habe ich an einem normalen Arbeitstag kaum Kontakt mit den Neuerscheinungen und mir fehlt schlichtweg die Zeit für umfangreiches Lesen. Zudem habe ich auch ein Kind, einen Ehemann und möchte auch noch etwas unternehmen. Da mir diese Dinge wichtig sind, bleibt oft nur wenig Zeit zum Bloggen und meine Seite ist daher nicht immer aktuell. Und letztendlich verdiene ich auch keinen Cent mit dem Schreiben und die meisten Bücher kaufe ich mir auch selbst. Also freue ich mich über jeden (treuen) Leser und über jede Erwähnung außerhalb von Listen. In den ersten Jahren hat mich so etwas aber ziemlich gewurmt. Der zweite Punkt ist, dass ich in den letzten fünf Jahren mal mehr und mal weniger in den bloggenden Literaturbetrieb eingetaucht bin und dann irgendwann entschieden habe, dass ich zu dem Zirkus nur bedingt gehören möchte. Dies hat mehrere Gründe, von denen ich nur einen kurz anreißen möchte. Mir ist mehrfach aufgefallen, dass der Erfolg eines Blogs damit zusammenhängt, wie stark man sich bei bestimmten Schlüsselpersonen einschleimen kann. Da gibt es Blogs, die haben enorme Publikumszahlen, aber wenn ich mir die Seite anschaue, bekomme ich schon durch die Farbgestaltung Angszustände und die Qualität der Artikel ist nicht gerade gut. Man sieht aber, dass die Betreiber mit bestimmten Personen befreundet sind und in den sozialen Netzwerken bei jeder Gelegenheit den Schoßhund spielen. Dieses (negative) Netzwerken geht sogar soweit, dass Personen, die sich kritisch äußern, von einem fingierten Shitstorm erfasst werden. Und ich habe da Dinge erlebt, die ich Menschen aus der Literaturszene nie zugetraut hätte. Letztendlich haben es solche Leute sogar geschafft, dass Bekannte, die ihre Brötchen in dem Bereich verdienen, wichtige Aufträge verloren haben und nicht mehr weiter wussten. Es tut mir leid, aber da mache ich nicht mit. Das ist nicht mein Niveau. Dann habe ich lieber geringe Besucherzahlen und tauche nirgendwo auf, kann aber ruhig schlafen, weil man mir nichts vorwerfen kann. Und leider tauchen von der Sorte auch einige Personen in der Liste von Stefan Mesch auf. Die ein oder andere Person hat ihr Spiel sogar so gut beruflich nutzen können, dass sie jetzt eine gute und bezahlte Position in der Verlagswelt besitzt. Da stellen sich mir die Nackenhaare auf!

Na gut, aber auf der Liste tauchen auch einige sehr wundervolle Blogs auf, deren Betreiber viel Zeit und Herzblut in ihre Arbeit stecken. Daher möchte ich euch die Liste nicht vorenthalten.

Ihr findet sie direkt mit einer Verlinkung und Infos zu dem jeweiligen Betreiber auf der Seite von Stefan Mesch

https://stefanmesch.wordpress.com/

Entschuldigt bitte, dass der Artikel, der eigentlich sehr viel Gesprächsstoff enthält, so kurz ausgefallen ist. Aber zwischen Frühstück und einem Termin war nicht mehr Zeit 🙂

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Sonstiges veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s