Crime. Wahre Verbrechen

Bereits am 08. August erschien die zweite Ausgabe eines neuen Magazins aus dem Haus der stern-Redaktion. Der Name „Crime“ zeigt schon, um welche Themen es geht: „Wahre Verbrechen und wahre Geschichten“. Die Erscheinungsweise ist zweimonatlich und ein Einzelheft kostet 4,80€. Ein Jahresabonnement kostet momentan 28,80€.

Da ich mich für Kriminalgeschichte, Rechtsmedizin und Forensik interessiere, konnte ich natürlich nicht an dem Heft vorbeigehen. Die erste Ausgabe habe ich leider verpasst, aber mit der zweiten hat es dann zum Glück geklappt.

Die zweite Crime-Ausgabe besteht aus 140 Seiten auf denen ganz unterschiedliche Formen von Artikeln zu finden sind. Alle haben aber in irgendeiner Art und Weise mit Verbrechen zu tun. Eingeleitet wird das Heft nach dem Editorial mit einem Essay über das Warum. Eine Frage, die sich so gut wie alle Menschen nach einem Verbrechen stellen. Anschließend wird ein finnischer Fall aus den 60er Jahren beschrieben und die teilweise bis heute anhaltenden Ermittlungen werden dargelegt. Der forensische Entomologe Jens Amendt und seine Arbeit werden in einem kurzen Artikel vorgestellt. Neben weiteren internationalen Fällen gibt es ein Interview mit Jo Nesbø, Film- und Literaturtipps und Geschichten zu Bildern, die mit Verbrechen in Verbindung stehen.

Die Themenauswahl ist also sehr vielfältig und in den einzelnen Artikeln werden verschiedene Schwerpunkte deutlich. So geht es zum Beispiel einmal um die Ermittlungsarbeit und ein anderes Mal um die Mutter eines Opfers sowie die Mutter des Täters. Im Zusammenhang mit der Themenvielfalt steht natürlich auch eine Journalistenvielfalt, die aus meiner Sicht dazu führt, dass die Artikel qualitativ sehr unterschiedlich sind. Grundsätzlich fand ich alle Texte okay. Die Sprache ist sehr angenehm, man kann dem Geschehen gut folgen, Empfindungen nachvollziehen und erhält einen guten Einblick in das jeweilige Thema. Zudem sind die Fotos zu einem großen Teil sehr gut gelungen und ausgewählt worden. Ganz fantastisch wurden die Bilder von Watabe Yukichi arrangiert. Bei einigen Artikeln hatte ich jedoch den Eindruck, dass es an Tiefe fehlte und vielleicht noch eine Lücke gefüllt werden musste. Das war besonders bei den eher kurzen Texten der Fall. Teilweise fehlte mir glaube ich auch ein Hauch Wissenschaft.

Insgesamt muss man aber sagen, dass es sich um ein gut gemachtes Magazin mit interessanten Artikeln handelt, die dem interessierten Leser einen kleinen voyeuristischen Blick in die Welt der Verbrechen erlauben. Ich bin gespannt auf die nächste Ausgabe.

image14,80€
Ca. 140 Seiten
Erscheint alle zwei Monate
Link zur Abo-Seite

 

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9 Kommentare zu “Crime. Wahre Verbrechen

  1. Ich hab die Zeitschrift neulich am Bahnhof im Schaufenster gesehen. Dabei finde ich den Stern gar nicht übel, ich lese schließlich die Neon. Aber eine Kriminalzeitschrift vom Stern klingt mir doch ein bisschen zu reißerisch…

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