Alles steht Kopf (Disney/Pixar)

©2014 Disney•Pixar. All Rights Reserved.

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Was geht wohl in dem menschlichen Gehirn vor, wenn wir verschiedene Dinge erleben und diese mit Emotionen verbinden?
Seit dem 1. Oktober läuft/lief ein Animationsfilm in den Kinos, der sich genau mit dieser Frage beschäftigt. Als „Forschungsobjekt“ wurde die 11-jährige Riley ausgewählt, die eigentlich ein wundervolles Leben mit vielen tollen Erinnerungen und Erlebnissen hat. Verantwortlich für die Verwaltung der Erinnerungen und die angemessenen Reaktionen auf verschiedene Erlebnisse sind die fünf Emotionen Freude, Kummer, Ekel, Angst und Wut. Da Riley ein sehr glückliches Kind ist und die erste empfundene Emotion Freude war, ist sie auch der Chef der Gruppe.

„Die Emotionen kann man sich ein bisschen als die Stimmen in unserem Kopf vorstellen“, sagt Regisseur Pete Docter. „Als wir mit der Arbeit an diesem Film begannen, warfen wir alle einen Blick um uns – auf unsere Kinder, Freunde, Arbeitskollegen. Und wir stellten fest, dass jeder von uns ein vorab eingestelltes Temperament hat. Wir alle machen Abschnitte mit, in denen wir glücklich sind oder traurig, aber manche Leute sind einfach automatisch glücklich oder wütend oder sonst etwas. Riley ist eines der glücklichen Kinder. Also war FREUDE die erste Emotion in ihrem Leben, weshalb sie sich dem Mädchen ganz besonders eng verbunden fühlt.“

Bisher waren auch die Emotionen ganz zufrieden mit ihrer Arbeit. Doch dann zieht Riley mit ihren Eltern um und der Kummer versucht die Freude zu verdrängen. Seltsame Dinge passieren in Riley Kopf und verursachen ein verhalten, das man bisher nicht bei dem Mädchen beobachten konnte. Die Freude versucht das Chaos wieder zu ordnen und gerät dabei mit dem Kummer in ein riesiges Abenteuer, an dessen Ende wieder eine glücklich Riley stehen soll.

Ich habe den Film zunächst gar nicht sonderlich stark wahrgenommen. Mein Sohn (8 Jahre) hat ihn mit seiner Klasse geschaut und fand ihn gut, hat er mehr darüber gesprochen, dass die Hauptereignisse recht traurig waren. Daher habe ich gar nicht weiter darüber nachgedacht. Nun war ich aber mit Kolleginnen, die gemeinsam mit mir eine berufsbegleitende Psychologie-Weiterbildung besuchen, im Kino und habe mir den Film selbst angeschaut. Ich kann nur sagen, dass wir alle total begeistert waren. Die Emotionen, verschiedene psychologische Prozesse und das Verhalten von Riley werden nicht nur wundervoll in Form und Farbe dargestellt, sondern werden auch toll erklärt und mit passenden Dialogen untermauert. Das Zusammenspiel der Emotionen wird grandios dargestellt und die Geschichte ist einfach rund. Sie ist sehr lebensnah und trotzdem fantastisch.

Amy Poehler, die der Freude in der englischen Originalfassung ihre Stimme geliehen hat, fasst den Film klar und passend zusammen:

 „Von einem Augenblick zum nächsten kann man herzhaft lachen und muss dann weinen. Und er sieht einfach so unglaublich wunderschön aus. Er ist wie eine Welt, die sich vertraut anfühlt, aber gleichzeitig voller Magie steckt.“

Und gerade deshalb ist der Film aus meiner Sicht besonders für Erwachsene geeignet. Natürlich finden Kinder ihn auch toll und mögen die Geschichte sowie einzelne Szenen. Sie haben Spaß an den Charakteren und sind gerade an den rasanten Stellen mit voller Aufmerksamkeit dabei. Aber den großen Zusammenhang, die Tragweite der dargestellten Prozesse und vor allen Dingen die Bezüge zur Wirklichkeit, kann man nur als Erwachsener verstehen. Im Endeffekt ist doch aber gerade dieser Punkt entscheidend, wenn wir nach guten Familienfilmen Ausschau halten! Kinder und Erwachsene verfolgen nicht die exakt selbe Geschichte, obwohl sie doch denselben Film schauen. Und beide Gruppen sind hinterher begeistert. Somit kann man hier nur sagen, dass alles richtig gemacht wurde und muss einfach schon einmal jetzt eine Kaufempfehlung für die DVD aussprechen (ab Februar 2016), da der Film leider nur noch in wenigen Kinos läuft.

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Regie: Pete Docter & Ronnie del Carmen Produzent: Jonas Rivera Kinostart: 01. Oktober 2015 im Verleih von Walt Disney Studios Motion Pictures Germany In Disney Digital 3D™

 

Saving Mr. Banks – Filmkritik und Gewinnspiel

Seit knapp einer Woche läuft ein wundervoller Film in den deutschen Kinos, den ihr euch nicht entgehen lassen solltet. Ich hatte bereits die Gelegenheit „Saving Mr. Banks“ zu schauen und möchte euch meine Kritik vorstellen. Wer den Text aufmerksam liest, kann die Frage am Ende des Postings beantworten und ein wundervolles Set zum Film gewinnen, welches aus einem Poster, einem Notizbuch und einem Buch besteht (Fotos findet ihr unten) und  zweimal verlost wird.Saving-Mr-Banks_Logo

Aber nun erst einmal etwas über die Filmhandlung: P. L. Travers ist vielen Menschen als Erfinderin von Mary Poppins bekannt. Das fliegende Kindermädchen hat mit ihren Geschichten schon einige Generationen verzaubert und der Film mit Julie Andrews und Dick van Dyke gehört zu den bekanntesten und mehrfach ausgezeichneten Disney-Prdouktionen. In „Saving Mr. Banks“ geht es genau genommen um die Verbindung von Buch und Film. Die Autorin hatte sich über 20 Jahre gegen eine Verfilmung gesträubt und Angebote von Walt Disney immer wieder ausgeschlagen. Nur unter der Bedingung, dass sie Änderungen an dem Film vornehmen kann, unterschrieb Pamela L. Travers Mitte der 60er Jahre den Vertrag. Diese Änderungsgespräche wurden auf Wunsch der Autorin auf Tonband aufgezeichnet und waren für die Macher von Saving Mr. Banks eine wunderbare Quelle. Erzählt wird nämlich von diesen Gesprächen, deren Darstellung immer wieder von Rückblenden durchbrochen wird. In diesen zeitlichen Rückblicken erfährt man etwas über die Kindheit der Autorin und erkennt nach und nach, dass anscheinend in den Geschichten über Mary Poppins viele Details versteckt sind, die eigentlich aus dem Leben von Pamela L. Travers stammen. In dem Film wird Travers als sehr ruppig und uneinsichtig dargestellt. Walt Disney hingegen ist eine Art lieber Onkel, der die Menschheit einfach nur amüsieren will und den letzten Widerstand der Autorin bricht, indem er die Parallelen zwischen iherer eigenen Geschichte und der von Mary Poppins erkennt und dies Travers vor Augen führt.

Normalerweise bin ich sehr skeptisch, wenn Walt Disney einen Film über Walt Disney veröffentlicht. Und auch die Hervorhebung des 50-jährigen Filmjubiläums hat mich zunächst ein wenig verärgert, weil das Buch nur nebenbei erwähnt wurde. Doch Emma Thompson als P. L. Travers und Tom Hanks als Walt Disney haben mich umgestimmt. Beide zeigen in dem Film eine schauspielerische Glanzleistung, die gerade bei Emma Thompson in den kleinen mimischen Nuancen liegt, die sie wunderbar beherrscht. Die kühle Autorin, die versucht als unnahbar zu wirken, gleichzeitig aber sehr fragil ist und viele Enttäuschungen erlebt hat, wird von ihr wunderbar dargestellt. Obwohl die Drehbuchvorlage eigentlich dafür sorgen müsste, dass man Travers als sehr abschreckend wahrnimmt, ist man paradoxerweise bereits in den ersten Sekunden gleichzeitig von ihr fasziniert. Ihr Sarkasmus und ihre Direktheit sind entwaffend und teilweise auch stark verletzend. Trotzdem findet man ihr verhalten angenehm und irgendwie erfrischend. Im Gegenzug bleibt Tom Hanks in seiner Rolle etwas blass, aber trotzdem sind seine Qualitäten erkennbar. Und ich fand es gar nicht so schlecht, dass er eher im Hintergrund tätig ist und seine Fäden erst langsam spannt.
Auch die Nebenrollen sind mit tollen Schauspielern besetzt worden, die ihre Arbeit sehr gut gemacht haben. Das gesamte Setting tritt allerdings aus meiner Sicht stark in den Hintergrund. Ob gewollt oder nicht gewollt, es passt zu dem Film. Einige schöne Landschaftsbilder sind enthalten, interessanter sind aber die handelnden Personen mit ihren Gefühlen und eigenen Geschichten.

Natürlich muss man auch so ehrlich sein und sagen, dass die Wahrheit an manchen Stellen hinter die Dramaturgie gedrängt wurde. Teilweise handelt es sich auch einfach nur um Auslassungen in der Biografie der Autorin, die dazu führen, dass man ein verzerrtes Bild von ihr hat. Ich habe aber während der zwei Stunden Kinozeit so viel gelacht, mitgefühlt und geweint, dass ich das verschmerzen kann. „Saving Mr. Banks“ ist ein wunderschöner, berührender Film, den man sich unbedingt anschauen sollte. Und vielleicht schaut man sich ja anschließend noch die digital überarbeitete Version von Mary Poppins an UND liest das Buch.

Wenn ihr das oben genannte Fanpaket gewinnen wollt, müsst ihr nur die folgende Frage beantworten. Bitte schickt eure Antwort an buecherstadt@web.deMary-Poppins-Buch Saving-Mr-Banks_Notizbuch_Logo.jpg 50925_SMrBanks_HP_A3_rz.indd

Wer spielt in „Saving Mr. Banks“ die Autroin P. L. Travers?
Die Lösung lautet: Emma Thompson!
Die Gewinner wurden per Mail benachrichtigt.

Die Eiskönigin. Völlig unverfroren

Wenn es draußen immer ungemütlicher wird und gleichzeitig der festlichste Teil des Jahres immer näher rückt, beginnt für viele Familien eine intensive Kino- und Fernsehphase. Nicht nur am Wochenende macht man es sich mit schönen Klassikern zuhause gemütlich. Mit den Kindern schaut man sich auch die aktuellen Filme im Kino an und ist dankbar für warmes Popcorn und weiche Sessel, wenn draußen Minusgrade herrschen und es stürmt. Traditionell bringt Disney in dieser Zeit einen großen Film heraus, der sich teilweise an bekannten Weihnachtsgeschichten orientiert. In diesem Jahr handelt es sich um die Eiskönigin, die in wenigen Punkten an das Märchen „Die Schneekönigin“ von Hans Christian Andersen angelehnt ist.

Die Geschichte47583_frozen_traditional_A3.jpg_rgb

Die beiden Schwestern Elsa und Anna sind die Töchter des Königs von Arendelle. Beide sind eigentlich ein Herz und eine Seele. Doch Elsa besitzt seit ihrer Geburt magische Kräfte, die dafür sorgen, dass sie beliebige Gegenstände oder ganze Räume in Eis- und Schnee verwandeln kann. Das ist zunächst nicht tragisch und bereitet den beiden Mädchen sogar eine Menge Spaß. Eines Tages wird Anna jedoch versehentlich von den Zauberkräften getroffen und kann nur mithilfe der Trolle, die der König gerufen hat, gerettet werden.
Elsa lebt von diesem Tag an sehr zurückgezogen und Anna hat durch die Heilung jegliche Erinnerung an das Geschehene verloren. So kann sie gar nicht verstehen, dass ihre Schwester Jahre später und am Tag der eigenen Krönung sehr nervös ist und von Ängsten geplagt wird. Anne ist voller Freude und lernt zudem noch einen charmanten Prinzen kennen, den sie sofort heiraten möchte. Als sie ihrer Schwester, die ja nun bald Königin sein wird, davon erzählt, kommt es zu einem Streit. Elsa verliert erneut die Kontrolle über ihre Zauberkräfte und verwandelt das Schloss in Eis und Schnee. Auf ihrer anschließenden Flucht verwandelt sich sogar ganz Arendelle in eine Winterlandschaft.
Anna kann das alles nicht verstehen und macht sich auf die Suche nach ihrer Schwester. Sie hofft, dass sie den Zauber wieder umkehren kann. Auf dem Weg zu Elsa trifft sie den Eislieferanten Kristoff und seinen besten Freund, das Rentier Sven. Beide helfen der Prinzessin und wollen den Nordberg erklimmen. Unterwegs treffen sie auf Olaf, einen Schneemann, der von Elsa erschaffen wurde und täglich vom Sommer träumt. Gemeinsam müssen sie einige Abenteuer meistern bis  Elsa gegenüberstehen. Doch dann kommt alles ganz anders als gedacht.

Umsetzung und Meinung

Das Drehbuch stammt von Jennifer Lee, die 2011 eine der Drehbuchautoren des Films „Ralph reichts“ war. Gemeinsam mit dem Regisseur Chris Buck (u.a. Tarzan) wollte sie eine kraftvolle Familiengeschichte erschaffen, die einen kleinen Anteil von  Andersens „Schneekönigin“ und klare norwegische Elemente enthalten sollte.  Zudem orientierte man sich an diversen Disney-Filmen, die für die gesamte Familie geeignet sind und bereits erfolgreich im Kino liefen. Die sehr aktuelle 3D-Technik sollte natürlich auch nicht fehlen.

Aus meiner Sicht konnten die meisten Punkte realisiert werden, aber einige Aspekte fand ich ein wenig enttäuschend. Kommen wir erst zu den sehr guten Punkten. Die Geschichte ist tatsächlich für die ganze Familie geeignet, weil sie sehr humorvoll und gleichzeitig spannend ist. Die entstandenen Bilder sind vielfach beeindruckend und machen tatsächlich Lust auf einen Urlaub in Norwegen. Und das obwohl es sich um einen Zeichentrickfilm handelt und die Kulisse nur an Norwegen erinnern soll. Die Figuren sind einfach grandios konzipiert und werden durch fabelhafte Synchronsprecher noch besser. Man fühlt sich regelrecht von der Geschichte verschlungen. Gerade auf die Kinder wirkt zudem die Musik sehr anregend und sie schwingen und summen recht schnell mit. Für manche Erwachsenen mag der Gesangsanteil ein wenig zu hoch sein. Aber wenn wir ehrlich sind, sollte einem das klar sein, wenn man sich einen Disney-Film anschaut. Bei den Figuren wurde anscheinend viel Wert auf die Details gelegt. Selbst die Frisuren der Mädchen waren aktuell und gleichzeitig an traditionelle Haarmode angelehnt. Kindern mag das nicht auffallen. Aber für mich ist so etwas immer sehr wichtig, weil ich an den kleinen Dingen merke, dass viel Liebe und Energie in einen Film gesteckt wurden.

Weniger gelungen fand ich leider die 3D-Umsetzung. Aus meiner Sicht hätte gerade die wunderschöne Landschaft noch stärker herausgehoben werden können. Wir (Kind und Eltern) hatten an diesem Punkt ein wenig das Gefühl, dass der Sog, der von der Geschichte ausgeht durch die visuellen Effekte abgebremst wird. Der Spaß geht dadurch aber trotzdem nicht verloren. Wirklich enttäuscht war ich davon, dass viele lustige und interessante Szenen, die man in der Vorschau gesehen hat, nicht auftauchten. Dabei hatte ich den Eindruck, dass sie ganz wesentlich waren. Sicherlich schauen sich viele Menschen vorher gar nicht die Trailer an. Ich schaue mir jedoch gemeinsam mit meinem Sohn mehrere Ausschnitte an und entscheide mich dann für oder gegen einen Film. Wenn tolle Szenen dann nicht auftauchen, sind die großen und kleinen Kinobesucher enttäuscht.

Fazit

„Die Eiskönigin“ ist aus unserer Sicht, trotz kleiner Kritikpunkte, ein wunderschöner Familienfilm, den man sich noch ganz schnell vor dem Weihnachtsfest anschauen sollte. Humor und Spannung gehen hier eine tolle Beziehung ein und werden durch tolle Bilder ergänzt.

Passend zum Film gibt es übrigens eine Häkelanleitung für diese beiden myboshi-Mützen. Einfach auf das Bild klicken!
Myboshi-Grafik

Filmkritik „Die Monster Uni“

Bereits zwölf Jahre ist es her, dass viel Kinozuschauer die Geschichte von James P. „Sulley“ Sullivan und Mike Glotzkowski gesehen haben. Die damaligen Erfahrungen der Zuschauer mit komplett computeranimierten Filmen waren noch recht gering. Das allgemeine Interesse an solchen Filmen und die wunderbare Geschichte, welche Humor, Freundschaft und Abenteuer enthielt, sorgten für einen großen und weltweiten Erfolg.

In dem genannten Teil arbeiten Sulley und Mike gemeinsam in der Monster AG. Tag für Tag erschrecken sie Kinder und gewinnen aus ihren Schreien Energie für Monsterpolis. Doch eines Tages schafft es ein kleines Mädchen, in die Monsterwelt zu gelangen. Damit beginnt ein rasantes Abenteuer, an dessen Ende eine völlige Umstrukturierung der AG steht. Die Energie für Monsterpolis wird nämlich nun aus dem Lachen der Kinder gewonnen.

Nun könnte man meinen, dass dieses Happy End eine Fortsetzung eigentlich unmöglich macht. Und die Macher des Monster-Universums taten auch gut daran einen solchen Versuch zu unterlassen und sich an ein Prequel zu wagen. In dem neuen Film wird daher erzählt, wie Sulley und Mike überhaupt aufeinandergetroffen sind und wie sie gemeinsam an der Monster Uni Schreckologie studieren wollten.

01A_MU_B1_GlobalAllCharacter_Germany.inddIm Mittelpunkt der Geschichte steht zunächst Mike, der als Schulkind gezeigt wird. Aufgrund seiner Größe und seiner ruhigen Art fällt er nicht besonders auf. Während eines Ausflugs in die Monster AG ist es daher auch nicht verwunderlich, dass die anderen Monster nicht an ihm interessiert sind und ihn sogar ein wenig hänseln. Da er aber unbedingt sehen möchte, wie das Erschrecken funktioniert, schleicht er sich mit einem Erschrecker in ein Kinderzimmer und beobachtet seine Arbeit genau. Nach diesem Erlebnis steht für Glotzkowsky der spätere Berufswunsch fest: Er möchte der bester Erschrecker von Monsterpolis werden. Und dieses Handwerk kann man nur an der Monster Uni lernen.

MU_ID_Card_Faculty Dort trifft er gleich in der ersten Schreckologie-Vorlesung auf Sulley, der arrogant wirkt und Mike gar nicht beachtet. Sulley kommt aus einer erfolgreichen Erschrecker-Familie und versucht auf der Erfolgswelle seiner Vorfahren zu reiten. Mike muss sich hingegen viel erarbeiten, lernt fleißig und wird bald zum besten Studenten der theoretischen Schreckologie.Im Gegensatz zu Sulley findet er aber keine Freunde und wird auch nicht in eine Studentenverbindung aufgenommen. Trotzdem ist er mit seinem Studium recht zufrieden.

Am Ende des Semesters müssen alle Studenten in einem Test zeigen, was sie in den zurückliegenden Wochen gelernt haben. Und hier stehen beide vor einem Problem. Mike hat zwar die gesamte Theorie sehr gut verinnerlicht, wirkt aber in keiner Weise schrecklich. Sulley kann hingegen ein hervorragendes Brüllen zeigen, allerdings kann er aufgrund seiner fehlenden theoretischen Kenntnisse nicht die richtigen Methoden anwenden.

Beide dürfen daher nicht weiter Schreckologie studieren und sind tief deprimiert.

Wenig später fällt Mike allerdings der universitätsweite Wettbewerb ein. Das beste Erschreckerteam wird gesucht und Mike erreicht sogar, dass er wieder Schreckologie studieren darf, wenn sein Team gewinnt. Die einzige Studentenverbindung, die ihn aufnimmt, braucht allerdings noch eine Menge Training. Und es fehlt auch noch ein Teammitglied. Wer bietet sich wohl dafür an?MU_OMEGA_KREISCHMA

Über die gute Qualität der Pixar-Filme braucht man ja nun eigentlich kein Wort mehr zu verlieren. Technisch sind diese hervorragend. Zudem hat man sich hier natürlich an dem ersten Teil orientiert. Wer das damalige Farbenspektakel und die Figuren mochte, wird auch bei der Monster Uni seinen Spaß haben. Zudem findet man in dem Film viele neue und sehr interessante Figuren, die teilweise grandiose Bezüge zu menschlichen Wesen haben, die wir alle aus unserem Alltag kennen.

Die Geschichte der beiden Monsterfreunde wird wunderbar erzählt und enthält alles, was ein guter Film enthalten sollte. Der Humor ist dabei nicht nur auf kleine Zuschauer abgestimmt, sondern erheitert wirklich alle Familienmitglieder. Gleichzeitig wird die Handlung aber auch rasant und  tiefgründig genug erzählt. So erhält man eine gute Mischung aus Abenteuer, Freundschaft und Entwicklung. Wenn man außerdem den ersten Teil nicht gesehen hat, ist der Film wirklich ein Wechselbad der Gefühle. Für meinen jungen Begleiter war nicht klar, dass die beiden Monster später zusammenarbeiten werden. Und so hat er zwischendurch doch die ein oder andere Träne verdrückt, weil er Angst um die Freundschaft der beiden hatte. Aber auch Zuschauer, die den ersten Teil noch gut in Erinnerung haben, langweilen sich keinesfalls. Dafür sorgen unerwartete Wendungen und unbekannte Informationen, die perfekt auf die Inhalte der Monster AG abgestimmt sind. Abgerundet wird das alles durch rockige und äußerst passende Musik.

Fazit: Ein Film, den man gesehen haben muss!

Nemo kehrt zurück!

Vor zehn Jahren lernten viele von uns den kleinen Clownfisch Nemo kennen und sorgten dafür, dass der Animationsfilm zum bis dahin erfolgreichsten Disneyfilm wurde. Viele Eltern fühlten sich gedrängt nun ein Aquarium anzuschaffen und viele Fische wurden von den selbständigeren Kindern  über die Toilette in die vermeintliche Freiheit entlassen.

Nun kehren Nemo und seine Freunde für kurze Zeit auf die Leinwand zurück und lassen uns dank 3D-Technologie noch stärker an ihren Abenteuern teilhaben.

Die Geschichte

Nemo wächst im Great Barrier Reef auf und wird von einem übertrieben fürsorglichen Vater erzogen. Der kleine Clownfisch hat die Nase ziemlich voll und will sich gerade jetzt, da er endlich in die Schule kommt, nicht mehr so viel von seinem Vater sagen lassen. In einem unbeobachteten Moment führt er gemeinsam mit seinen neuen Freunden eine Mutprobe durch. Natürlich wird er prompt von einem Taucher eingefangen. Und damit beginnt auf der einen Seite eine große Tragödie und auf der anderen Seite ein riesiges Abenteuer.

Im Verlauf des Films wird die Geschichte aus zwei Perspektiven berichtet.

Nemos Vater (Marlin) versucht seinen Sohn wiederzufinden und muss dafür nicht nur etliche Kilometer zurückliegen, sondern auch viele Gefahren überstehen. Außerdem wird er von Dorie, einer vergesslichen Doktorfisch-Dame begleitet, die einem ziemlich auf die Nerven gehen kann.

Während er den Weg nach Sydney einschlägt, befindet sich sein Sohn in einem Aquarium, welches in einer Zahnarztpraxis steht. Gemeinsam mit den anderen Aquarienfischen versucht der kleine Clownfisch die Freiheit zu erlangen. Denn auch er hat Sehnsucht nach seinem Vater.

Entstehung und 3D-Technologie

Der Regisseur und Drehbuchautor Andrew Stanton wurde durch sein eigenes Leben zu diesem Film inspiriert. Er war schon lange fasziniert von der Unterwasserwelt und hatte bereits 1992 die Idee diese in computeranimierter Form in die Kinos zu bringen.

Außerdem war er als kleiner Junger bei einem Zahnarzt, der ebenfalls ein Meerwasseraquarium besaß. Und schon in jungen Jahren fragte sich Stanton, wie sich wohl die Fische fühlen könnten.

Letztendlich wurde er auch von seiner Beziehung zu seinem eigenen Sohn beeinflusst. Lange Zeit war der Regisseur überfürsorglich und versuchte sein Kind in Watte zu packen. Doch irgendwann erlangte er die Erkenntnis, dass die Angst, welche ihn zu solch einem Verhalten brachte, dafür sorgt, dass er schöne Momente mit seinem Sohn ruinierte. Die Story war komplett.

 

Der Erfolg und die persönliche Beziehung zu der Geschichte waren sicherlich treibende Kräfte bei der Entscheidung „Findet Nemo“ noch einmal in die Kinos zu bringen. Schon in der Ursprungsversion haben die Animateuere darauf geachtet, dass die Unterwasserwelt sehr realistisch erscheint. Sie versuchten zum Beispiel Lichtbrechungen, Schwebeteilchen, Veränderungen in der Strömungen und andere Elemente darzustellen. Für die Entstehung des 3D-Effekts musste aber das Material erst einmal den heutigen Standards entsprechend konvertiert werden. Hierfür musste jede einzelne Szene eatrachtet und bearbeitet werden. dann wurde neun Monate lang ein Renderingprozess durchgeführt, bei dem für jede Einstellung bestimmt wird, wo sich jedes Objekt und jede Figur im dreidimensionalen Raum befinden soll. Der Film wird also praktisch noch einmal gedreht.

Ergebnis und eigene Meinung

Ich hatte „Findet Nemo“ bisher ehrlich gesagt noch nicht gesehen und war zunächst skeptisch, dann aber positiv überrascht.

Mittlerweile wird man von 3D-Filmen im Kinderbereich nahezu erschlagen und kann sich gar nicht mehr vorstellen auch einmal ohne Brille mit dem Kind im Kino zu sitzen. Und weil man schon ein wenig verwöhnt ist, fallen einem auch bestimmte Effekte auf, die in diesem Film leicht hinter den Erwartungen zurückbleiben. Das liegt vor allen Dingen daran, dass die Unterwasserwelt in den letzten Jahren vielfach medial bereist wurde und die Möglichkeiten, die die 3D-Technik bietet, natürlich besser anwenden lassen, wenn man den Film von Anfang an in diesem Format in die Kinos bringt. Das sollte aber nicht zu negativ verstanden werden. Die Bilder sind trotzdem hervorragend und sorgen für eine tolle Nähe zwischen Zuschauer und Protagonisten. Die Farben sind atemberaubend und lassen gleich Urlaubsgefühle aufkommen. Daran liegt es nicht. In der Grundanlage ist der Film perfekt. Aber das ist er auch ohne 3D. Diese Technik macht den Film zwar interessanter, aber nicht besser.

Auf der anderen Seite hat mich erstaunt und sehr erfreut, dass eine solche Geschichte auch heute noch ankommt. Denn wir sollten uns nichts vormachen. Die Kinder, die heute den Film schauen werden, sind eine ganz andere Generation. In den aktuellen Kinderfilmen wird auf die ein oder andere Art und Weise Gewalt dargestellt und es wird immer auf einem Außenseiter rumgehackt. Wer einmal an einem  Sonntag in einer Kindervorstellung war, versteht was ich meine. Wenn die Figuren aufeinander einschlagen, sich ständig Streiche spielen oder einfach nur trottelig sind, kann man die kleinen Zuschauer vor Lachen und allgemeiner Begeisterung kaum zurückhalten. So ein Verhalten tolerieren wir im Alltag nicht, in Kinderfilmen fällt uns das aber nicht auf oder wird als elementar für die Handlung dargestellt.

Kommt es aber zu einer ruhigen Schlüsselszene oder bleiben die Lacher für eine gewisse Zeit aus, kann man vor lauter Popcornrascheln und Quengeleien fast nichts mehr hören. Die Aufmerksamkeit tendiert gegen Null.

„Findet Nemo“ ist ganz anders. Er ist aufregend, bunt und auch manchmal laut. Aber so paradox es klingen mag: Er ist es auf eine ruhige Art und Weise. Er beinhaltet so wundervolle Themen wie Familie, Mut, Zusammenhalt, Liebe sowie Trauer und Angst. Trotzdem drängt er einem dies nicht auf, sondern vermittelt unterschwellig eine süße Moral, die einem zum Ende hin immer klarer wird. Doch bis es so weit ist, lacht man viel mit Nemo und seinen Freunden, weint auch mal und hofft, dass alles gut geht. Ich glaube an solche Filme sind unsere Kinder nicht mehr gewöhnt, aber sie sollten das wieder lernen. Denn solche Werke bilden einen Gegenpol zu unserem Leben und sorgen so dafür, dass Kino wieder wert- und gehaltvoller wird.

Fazit: Ein alter Film im neuen Gewand, der vielleicht technisch nicht immer begeistert, dieses Manko aber locker durch die Geschichte wieder ausgleicht.

O-Ton von Paul (fast 6) am Ende des Films: Also Mama, das war aber so toll, da habe ich jetzt schon ein bisschen Tränen in den Augen.

Link zur Filmseite

Filmtipp Frankenweenie

Victor Frankenstein ist ein kluger aber eher in sich gekehrter Junge, der einen mit jeder Faser an den jungen Tim Burton erinnert. Ein leicht verrückter Lehrer erweckt durch sehr faszinierende Methoden sein Interesse an der Wissenschaft. Und in einem sehr traurigen Moment, kurz nach dem Tod seines geliebten Hundes Sparky, ist die Wissenschaft für Victor nicht nur Trost, sondern auch Rettung. Er erweckt seinen besten Freund wieder zum Leben. Er hat allerdings nicht damit gerechnet, dass jemand sein Geheimnis kennt und die Erkenntnisse für ganz andere Zwecke nutzen will.

Die alte  Idee
Mit Anfang Zwanzig arbeitete Tim Burton bereits bei Disney und mühte sich ein wenig mit den niedlichen Fuchszeichnungen ab, die man von ihm verlangte. Dieser putzige Gesichtsausdruck der kleinen Tierchen lag ihm, der schon als Schüler immer viel zeichnete und ein eher ruhiger Teenager war, ganz und gar nicht. 1982 erhielt er durch die Unterstützungen mehrerer Kollegen die Möglichkeit einen kleinen Film zu erstellen, der auf einem Kinderbuch basierte, das Burton selbst geschrieben hatte. Offiziell sollte der Kurzfilm als Stop-Motion-Test genutzt werden und die Menschen bei Disney wussten auch nicht recht, was sie mit dem 25-minütigen Ergebnis „Vincent“ anfangen sollten und verbannten ihn, trotz durchweg positiver Kritik und zwei gewonnener Preise, schnell ins Archiv. In dem Kurzfilm erkennt man schon Figurentypen und Charakterzüge, die heut in fast allen Burton-Filmen zu erkennen sind. Diese Aspekte griff er zwei Jahre später erneut auf und produzierte den Film „Frankenweenie“, der in jeder Minute als Hommage an die Horror- und Fantasyklassiker erkennbar ist. Aus Geldmangel wurde aus dem großen gezeichneten Projekt ein Kurzfilm mit echten Schauspielern.  Nachdem der Film allerdings keine uneingeschränkte Altersfreigabe erhielt, konnte Disney ihn nicht im Vorprogramm ihrer eigentlichen Zeichentrickfilme zeigen und verbahnte ihn ebenfalls ins Archiv. Dieser Film, seine Grundzüge und der Gedanke, dass man daraus einen abendfüllenden Film machen könnte, ließen Tim Burton nicht mehr los.

Die Umsetzung
In den letzten zwei Jahren arbeitet Tim Burton an seinem dritten Film, der mit Stop- Motion-Technik animiert wurde. Diese sehr klassische Methode und die daraus entstehenden Bilder werden durch das Drehen in Schwarz-Weiß und die Umrechnung in 3-D noch verstärkt.

33 Animatoren beschäftigten sich in den letzten zwei Jahren mit mehr als zweihundert Puppen, die 24-mal bewegt werden müssen, um eine Sekunde Film zu erzeugen. Die Puppen werden in einem komplexen Verfahren erstellt und orientieren sich in der Größe an der Hauptperson des Films, dem Hund Sparky. Zudem mussten für jede Figur mehrere Kostüme und Perücken (aus Echthaar) erstellt werden. Damit die Figuren sich in einer geeigneten Umgebung bewegen können, muss auch diese erstellt werden. Im Gegensatz zum normalen Film kann man nicht nach bestimmten Orten recherchieren und diese als Kulisse benutzen. Das recherchierte Umfeld muss in eine Tischplatten-Kulisse umgearbeitet werden. Der Produktionsdesigner Rick Heinrichs hat dies sehr gekonnt umgesetzt und eine Fantasievorstadt erschaffen, die an Kleinstädte der 70er Jahre erinnert, aber ebenso einen sehr gruseligen und morbiden Charakter aufweist. Der ausführende Produzent Don Hahn hat das mit den folgenden Worten zusammengefasst: 1970er-Jahre-Fantasievorstadt- eine Art ‚Transsylvanien meets Burbank‘“. Dabei darf natürlich ein Tierfriedhof nicht fehlen. Insgesamt wuren für den Film etwa 200 Sets gebaut.

Eingeschränkt waren die Designer allerdings in der Farbwahl. Fankenweenie ist der erst Animationsfilm, der in Schwarz-Weiß gedreht wurde. Wobei natürlich nicht unbeachtet bleiben darf, dass es hunderte von Grauschattierungen gibt. Rick Heinrichs hat es aus meiner Sicht die daraus entstehenden Chancen sehr gut beschrieben: „Wenn man sich als Designer bei der Wahl der Werkzeuge etwas einschränkt und dafür mehr aus den vorhandenen Mitteln macht, erhält man oft einen besseren Fokus. In diesem Fall konzentrierten wir uns auf die Formen, das Licht und die Schatten, Silhouetten und Oberflächenstrukturen.“

Dieser Fokus wird durch die 3D-Technik positiv verstärkt. Die Bilder wirken extrem klar und man hat häufig den Eindruck, selbst am Set zu stehen. Dabei unterscheidet sich das Gefühl aber von denen, die man beim Anschauen der gängigen 3D-Filme hat. Man fühlt sich nicht ständig so, als ob man nach den Figuren greifen will. Man möchte eher noch genauer hinschauen, die Textur besser erfassen und noch mehr mimische Variationen wahrnehmen.

Eigene Meinung
Ich gebe zu, dass ich vielleicht ein wenig voreingenommen bin, weil ich den morbiden Charme der Burton-Filme sehr mag. Allerdings habe ich bisher nur die sehr bekannten Spielfilme gesehen. Die Stop-Motion-Filme kannte ich nur aus Erzählungen. Aber diese Technik hatte mich schon nach wenigen Sekunden für sich gewonnen. Sehr schnell hatte ich das Gefühl, dass die Puppen die Gefühle, welche Burton transportieren möchte, noch stärker ausdrücken können als Schauspieler. Dies mag vielleicht paradox klingen, aber dadurch, dass die Figuren nicht etwas „spielen“ fühlt sich alles viel echter an. Unterstützt wird dies natürlich durch die Grautöne und die 3D-Umrechnung. Zudem ist die Geschichte in ihrer Grundanlage, obwohl sie sich natürlich an den Klassikern des Horror- und Fantasygenres orientiert, einfach genial. Die Bezüge zu bekannten Werken lassen einen immer wieder schmunzeln. Mehrfach hatte ich sogar den Drang einfach ein „Genial!“ herauszubrüllen. Dabei wird natürlich klar, dass es sich in erster Linie nicht um einen Film für Kinder handelt. Auch wenn viele Elemente aus meiner Sicht auch für kleinere Kinogänger verständlich sind. Richtig viel Spaß macht Frankenweenie aber erst, wenn man sich filmisch ein wenig auskennt. Und wer sich ein wenig mit Tim Burton beschäftigt hat, erkennt auch hier wieder eine Parallele zu seiner eigenen Person. Er ist in Bezug auf Horror- und Trashfilme ein wandelndes Lexikon. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass er für Frankenweenie nicht umfangreich recherchiert hat. Die Geschichte lag ihm am Herzen und er wollte diesen lang gehegten Wunsch nach einem längeren Film endlich umsetzen. Das merkt man, ohne dass er stilistische ins Sentimentale abrutscht. Er hat anscheinend über Jahre Energie und Ideen gesammelt, die jetzt strukturiert und in einer wunderbaren Umsetzung für uns ins Kino kommen.

Fazit
Eine absolute Empfehlung für jeden Kinogänger, der künstlerisch anspruchsvolle und gleichzeitig unterhaltende Filme mag.


Hinweise: Das zweite Video ist eine Zusammenstellung von „Vincent“ und der „alten“ Frankenweeni-Version.

Und wer bei Facebook unterwegs ist, kann mit einer kleinen App sein Haustier frankenweenifizeren!!!!  (hier klicken)

Frisch gepresst (Literaturverfilmung, Gewinnspiel)

Andrea Schnidt (gespielt von Diana Amft) ist eine junge Designerin, die einen kleinen Dessous-Laden betreibt, der leider nicht wirklich einen Gewinn abwirft. Doch mit ihrer schlagfertigen und witzigen Art schafft sie es immer wieder andere Menschen und sich selbst zu motivieren. Irgendwie wird es schon weitergehen und vielleicht kommt ja auch noch ein Angebot aus einem der großen Modehäuser. Schwierig wird es nur, wenn Andreas Mutter auftaucht und sie an die tickende biologische Uhr erinnert. Fester Freund? Fehlanzeige. Familienplanung? Um Gottes Willen!

 

In den Augen der jungen Frau sind Kinder das schlimmste, was sie sich vorstellen kann. Sie sind fies, anstrengend und man kann sie nicht einfach so abstellen. Zudem ist sie der Meinung, dass selbst eine gruselige alte Hexe eine bessere Mutter wäre als sie.
Genau in diesem Chaos trifft sie ihren Jugendschwarm Gregor (Alexander Beyer) wieder, der nicht nur schwer reich ist, sondern die totale Verkörperung des Super-Machos darstellt. Eigentlich ist seine Gegenwart nur zu ertragen, wenn man sich volllaufen lässt. Dumm nur, dass Andrea bis zum Filmriss trinkt und am nächsten Morgen in dem Bett von Gregor aufwacht. Das Chaos breitet sich also aus und vergrößert sich noch als der sympathische aber sehr ruhige Chris (Tom Wlaschiha) in das Leben der Designerin stolpert. Er ist das komplette Gegenteil von Gregor und eigentlich ein wenig zu ruhig für die taffe Frau. Doch irgendewie passen diese beiden ungleichen Menschen sehr gut zueinander. Kann Andreas Mutter auf Enkel hoffen? Ja, aber das geht schneller als geplant. Nur die Frage, wer der Vater ist, kann gar nicht so leicht geklärt werden, wie es am Anfang aussieht. Schließlich kann sich Andrea noch immer nicht an die Nacht mit Gregor erinnern. Nicht nur die Gefühle der werdenden Mutter begeben sich auf eine Achterbahnfahrt. Auch die potenziellen Väter treten wie zwei Hähne gegeneinander an und kämpfen um ihre vermeintliche Freundin.
Die Besetzung des Films spricht Kenner des deutschen Films sicherlich schon an. Und wenn man vor dem Kinobesuch den Trailer anschaut, stellt man fest, dass der Humor, den Diana Amft als Gretchen so wundervoll in die Wohnzimmer der Zuschauer getragen hat, auch in diesem Film zum Tragen kommt. Viele werden aber trotzdem sagen, dass die Grundstruktur der Geschichte ja ein ganz alter Hut sei. Denjenigen sollte man aber darauf hinweisen wer die Romanvorlage geliefert hat. Bereits 1998 veröffentlichte Susanne Fröhlich, die mit Bestsellern wie „Moppel ich“ und „Lackschaden“ bekannt wurde, das Buch „Frisch gepresst“. Darin berichtet sie in einer äußerst kurzweiligen sowie witzigen Art und Weise wie Andrea Schnidt die Geburt und den Aufenthalt im Krankenhaus erlebt. Der typische Fröhlich-Humor wurde in dem Film wunderbar eingefangen und garantiert ein lustiges Seherlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte.
Als Vorgeschmack folgt hier der Trailer:
Zum Kinostart (23.08.2012) gibt es in der Bücherstadt eine kleine Verlosung.
Eure Aufgabe: In dem Trailer wacht Andrea am Morgen in Gregors Bett auf. Dieser hält ihre figurformende Unterhose hoch und meint: „Soll ich die Bridget Jones zurückgeben?“
Beschreibt kurz, wie ihr an Andreas Stelle darauf reagieren würdet. (Einfach bis zum 31.08.2012 hier als Kommentar abspeichern)
Eure Preise: 
1. Platz: Das Buch zum Film, ein Poster und einen Bücherbeutel
2. Platz: Ein Buch zum Film und ein Poster
3. Platz: Ein Buch zum Film
4. Platz: Ein Poster zum Film
Viel Spaß und viel Erfolg!!!