Ferien = Zeit für Bücher

Zwischen den Ferien ist es ja hier immer ziemlich ruhig, weil mich der Arbeits- und Familienalltag vollkommen vereinnahmt. Aber sobald die Ferien beginnen, habe ich auch meist mehr Zeit zum Lesen und Rezensieren.

Dieses Jahr wollte ich sogar extra eine Woche Urlaub in einem Kloster machen und nur entspannen und lesen. Leider war dies dann noch nicht möglich und ich komme schon wieder nicht so recht vom Schreibtisch weg. Aber ich bemühe mich 🙂

Morgen fahre ich endlich mal wieder zur Buchmesse nach Frankfurt und werde euch anschließend davon berichten. Habt ihr Vorschläge für Veranstaltungen oder Orte? Soll ich für diejenigen, die leider nicht da sein können, bestimmte Verlage besuchen? Schreibt einfach eure „Wünsche“ in die Kommentare. Ich versuche sie zu erfüllen.

Und nach dem Messebericht folgen hoffentlich auch wieder neue Rezensionen.

 

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Ja, ich lebe noch

Es ist mal wieder das eingetreten, was ich eigentlich verhindern wollte: Leere. Seit einiger Zeit findet ihr hier leider keine Postings. Und der Grund ist schlicht und ergreifend das Leben. Arbeit, Familie, Freunde und Freizeit sind mir in den letzten Monaten und Jahren wichtiger geworden als das Bloggen. Daher gibt es hier immer mal wieder Pausen. Natürlich lese ich trotzdem, komme aber nicht zum Rezensieren. Jetzt ist es allerdings wieder etwas ruhiger am Schreibtisch und die gelesenen Werke können abgearbeitet werden.

Demnächst lest ihr dann hier mehr über:

Sascha Macht, Der Krieg im garten des Königs der Toten
Peter Goes, Die Zeitreise
Nina Bunjevac, Vaterland
Hilary Mantel, Jeder Tag ist Muttertag
Reinhard Kleist, Der Traum von Olympia
Geschichten aus dem Grandhotel
Leo Bormans, Glück für Kinder
Lydia Benecke, Die Psychologie des Bösen
Caroline Eriksson, Die Vermissten

Bis bald!

#verlagebesuchen

Ich möchte euch heute auf eine nette Aktion hinweisen, die im Zusammenhang mit dem Welttag des Buches (23. April) in Berlin stattfindet.

22 Verlage öffnen am 22. und 23. April ihre Türen und freuen sich über zahlreiche Besucher, die einmal hinter die Kulissen schauen wollen. An beiden Tagen kann man an thematischen Veranstaltungen teilnehmen, die zu dem jeweiligen Verlag passen und etwas über den Literaturbetrieb verraten. Auf der Seite #verlagebesuchen findet ihr alle wichtigen Termine, die jeweiligen Ansprechpartner und die dazugehörigen Mailadressen, da um Anmeldung gebeten wird.

Ich wünsche euch viel Spaß und tolle Begegnungen. Berichtet doch mal von euren Veranstaltungen, wenn ihr Zeit und Lust habt!

Von Dornenbüschen und leeren Straßen

Momentan wirkt mein Blog wie eine ausgestorbene Westernstadt, durch die der Wind ab und an einen Dornenbusch treibt.

Dieser Missstand ist den MSA- und Abiturprüfungen geschuldet, in die ich dieses Jahr stark involviert war. Aber jetzt sind nur noch wenige Nachprüfungen vorzubereiten und dass Alltagsgeschäft hat mich wieder. Das bedeutet auch, dass ich zukünftig mehr Zeit für den Blog habe und euch bald „frische Ware“ liefern kann. Ein dickes Danke an die, die mir auch trotz der wiederkehrenden ruhigen Phasen die Treue halten!

Charlene

Ullstein open house 2012. Erster Teil

 

Im Frühsommer warb der Ullstein Verlag unter den Bücherwürmern für einen Workshop-Tag im Berliner Verlagshaus. Vielleser, die von der Teilnahmegebühr in Höhe von 50€ nicht abgeschreckt wurden, konnten sich um einen Platz bewerben. Ich versuchte einfach mein Glück und gehörte zu den ca. 50 Personen, die am 22.09.2012 kurz vor 10 Uhr in der Friedrichstraße begrüßt wurden und in dem wunderschönen Musiksaal des alten Schulgebäudes Platz nehmen konnten. Kurze Zeit später wurden wir bereits von Frau Bublitz, der Geschäftsführerin des Verlages, mit dem folgenden Mark Twain-Zitat begrüßt:
Es ist idiotisch, sieben oder acht Monate an einem Roman zu schreiben,
wenn man in jedem Buchladen für zwei Dollar einen kaufen kann.

 

In Deutschland folgt man dieser Aussage anscheinend nicht. In einem Kalenderjahr erscheinen hierzulande 90.000-100.000 neue Bücher. Mit 400 Büchern gehört Ullstein vielleicht nicht zu den ganz Großen der Branche, aber sie gehören sicher mit zu den kreativsten Köpfen und haben teilweise sehr hochwertige Titel in ihrem Programm. Dies sind bereits seit Gründung des Verlages zwei wichtige Merkmale der Ullsteins. 

 

Heute besteht der Verlag aus zehn Buchverlagen (Ullstein, List, Propyläen, Econ, Marion von Schröder, Allegria, Graf, List Taschenbuch,  Ullstein extra, Ullstein Taschenbuch).

 

Gearbeitet wird in den Abteilungen Lektorat, Herstellung, Marketing, Presse, Vertrieb und Lizenz.
Von den einzelnen Aspekten, die in den Vorträge dargelegt wurden, möchte ich hier nur die wichtigsten Punkte nennen:


Lektorat
Erst einmal der wichtigste Satz für diejenigen von euch, die eventuell selbst an verschiedenen Geschichten schreiben: Manuskripte bzw. Exposés an den Verlag können gerne auch unaufgefordert eingesendet werden! Diese werden daraufhin betrachtet, ob sie thematisch und stilistisch in das Programm des Verlages passen. Hauptaugenmerk liegt auf Erzählton, Sprache sowie Genre. Der entsprechende Lektor muss sozusagen einen Lesesog spüren, in den auch ein potenzieller Leser gezogen werden würde. Einmal in der Woche werden in der Hausrunde ausgewählte Manuskripte vorgestellt. Wenn sich alle für ein Werk entschieden haben, wird der Autor benachrichtigt und die wichtigsten Aspekte werden in einem Vertrag festgeschrieben, der sich am Erlösmodell orientiert. Das bedeutet, dass der Autor von Beginn an am Erlös beteiligt wird. Diesbezüglich erhält er einen Vorschuss, welcher einem Garantiehonorar entspricht, und demnach auch bei schlechten Verkaufszahlen nicht zurückerstattet werden muss. Der Verlag übernimmt zudem die Kosten für Lektorat, Vertrieb, Marketing und Schutz es Urheberrechts. Wirklich Leben können aber nur wenige Autoren von ihrer Schreibtätigkeit. Ungefähr 90% gehen einem (zweiten) Brotjob nach. 
Nach der Vertragsunterzeichnung beginnt die eigentliche Arbeit für die Lektoren und die Nacharbeit für die Autoren. Das gesamte Manuskript wird zunächst nach strukturellen Aspekten und dann nach sprachlichen Aspekten untersucht. Beide Phasen stellen sich als dialogischer Prozess zwischen Autor und einem der 25 Lektoren  dar.  Ist alles bearbeitet geht es für den Lektor aber noch weiter. Er oder sie muss Titelideen sammeln und Klappentexte konzipieren, die von der Marketingabteilung genutzt werden. 
In dieser Zeit laufen in der Herstellung bereits die Köpfe heiß.
 
Herstellung
Hier sind wahre Ästheten am Werk. Bis die Satzanweisungen für den Druck und die wichtigsten Informationen für die Endproduktion fertig sind, gibt es eine Menge zu tun. Zunächst muss eine lesbare Schrift für den jeweiligen Text gefunden werden und das beste Papier wird ausgesucht. Anschließend geht es an Einbandmaterialien, Prägungen, diverse Farbentscheidungen und immer wieder um Kalkulationen. Ist ein Beispielexemplar angenommen worden, geht es in die Produktion und manchmal kurz danach auch schon in den Nachdruck. Für die gesamte Herstellung werden ca. vier Wochen benötigt und damit sich ein Projekt mit Blick auf die Kosten überhaupt trägt, müssen mindestens 3.000-4.000 Exemplare hergestellt und verkauft werden. 
Für die Findung weiterer Leser sind die Mitarbeiter der Marketing-Abteilung zuständig.
 
Marketing
In dieser Abteilung erarbeitet man Kampagnen-Ideen, die zum Autor und zu dem Buch passen. Natürlich konzentriert man sich hier auf die eher bekannten Autoren und investiert in entsprechende Projekte mehr als in das Debüt eines Neulings. Grundlage für die meisten Strategien sind Analysen, die vorher von diversen Instituten oder dem Verlag erstellt wurden. Die „neuen“ Medien und die verschiedenen Portale, die bereits für Büchersüchtige existieren. Ganz vorne rangiert natürlich das hauseigene Portal vorablesen.de
Gerade in diesem Bereich gibt es aber Überschneidungen mit dem Bereich der Pressearbeit.
 
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
In dieser Abteilung sind mehrere Fachreferenten tätig, die sich mit einem Ressort beschäftigen. Sie erstellen Pressemappen, vereinbaren Termine in Redaktionen oder auf den Buchmessen, sind für den Vorschauversand und die Leseexemplare zuständig. Ebenso vermitteln sie Interviewtermine und planen Pressefahrten. Nach dem Erscheinen eines Buches geht es in dieser Abteilung hauptsächlich um das Nachfassen und Nachtelefonieren. es wird geklärt wer noch eine Rezension schreiben würde und in welcher Zeitung vielleicht noch ein Bericht platziert werden kann.

Vertrieb

Natürlich müssen auch zu den Buchhändlern Kontakte unterhalten und Vereinbarungen getroffen werden. Hierfür sind die Mitarbeiter des Vertriebes zuständig, die jeweils für verschiedene Regionen in Deutschland zuständig sind. Sie sichten den Markt, sorgen für die Präsenz in den eher kleinen Läden und Filialen der großen Ketten. Da sie die Auslieferung und den Zwischenhandel betreuen sowie Bestandsüberwachung, Auswertung und Logistik im Auge behalten, sind sie eine wichtige Komponente bei der Rückspiegelung der Marktentwicklung in den Verlag.

Alle Abteilungen greifen bei unterschiedlichen Prozessen ineinander und profitieren auch von den Erkenntnissen untereinander. Hierfür sind aus meiner Sicht natürlich eine gute Kommunikation und eine sinnvolle Führung des gesamten Verlages notwendig. Bezüglich der Ullstein Buchverlage habe ich an dem Besuchstag einen guten Eindruck bekommen und interessante Gespräche geführt. Das Verschieben der einzelnen Verlage, welches in den letzten Jahren durchgeführt wurde, habe ich dabei aber außeracht gelassen.

In den nächsten Tagen werde ich euch auch über die Erlebnisse berichten, die ich in den einzelnen Workshop-Gruppen hatte.

Inge Löhnig berichtete über Recherchemöglichkeiten, Marc Raabe diskutierte mit uns über das Anlegen von Figuren und Szenen. Und bevor der Tag durch einen kleinen Umtrunk beendet wurde, erzählte Nele Neuhaus ihre eigene Geschichte und die Etablierung auf dem Literaturmarkt.

Link zur Verlagshomepage

Vorschau "Zebulon"

Vom Sommerferienbeginn bis zur Buchmesse bin ich meist erschlagen von den vielen Herbstkatalogen der Verlage. Und ich muss gestehen, dass auch einige gute Werke an mir vorbeiziehen, weil ich nach der zwanzigsten Programmvorschau nur noch kursorisch lese. Da kommen mir besondere Aktionen der Verlage doch ganz entgegen. Ich werde noch einmal direkt auf ein Buch hingewiesen und kann mir in Ruhe anschauen, warum der Verlag gerade dieses Werk besonders bewirbt.

Mit „Zebulon“ aus dem Residenz-Verlag ging es mir ähnlich. Irgendwie hatte ich das Buch übersehen und war dann ganz verwundert eine Aktion bei Blogg dein Buch zu finden. es ging zwar vorrangig um ein Gewinnspiel zum Buch, aber interessiert hat mich dann doch eher der Buchtrailer. In den letzten Monaten sprießen diese Videos ja wie Pilze aus dem Boden. Und genau wie diese sind manche sehr schmackhaft und manche sollte man lieber sofort ausspucken. Der Zebulon-Trailer war für mich von der ersten Sekunde an sehr faszinierend und verwirrend zugleich. Er ist mystisch und dunkel, verrät nicht zu viel und weckt gleichzeitig Interesse. Und aus irgendeinem Grund musste ich sofort an Klaus Kinski denken. (Das ist bei mir ein gutes Zeichen!)
Aber schaut selbst:

Nach diesem Video musste ich natürlich noch die Leseprobe verspeisen. Darin wird der Beginn der Geschichte erzählt, welcher den Trailer noch verständlicher macht.

Zebulon verbringt den Winter, nach einer sehr entbehrungsreichen Zeit, in einer Hütte am Gila River. Völlig unerwartet steht der Trapper und Pferdedieb Lobo Bill gemeinsam mit einer Frau in der Tür. Die beiden Männer sind schon mehrfach aneinandergeraten aber auch durch dieselbe Art den Lebensunterhalt zu verdienen irgendwie miteinander verbunden. Die Frau hat Lobo Bill angeblich bei einem Pokerspiel gewonnen. Aufgrund ihrer irischen und indianischen Wurzeln nennt ihr neuer „Besitzer“ sie „Nicht-hier-nicht-da“. Sie spricht in der Gegenwart des Hausherren kein Wort, bleibt aber, als Lobo für einige Tage verschwindet, in dem Haus und kümmert sich sogar um eine gewisse Ordnung. Zwischen ihr und  Zebulon herrscht ein gewisses erotisches Knistern, welches in einer Nacht aus beiden herausbricht. In genau diesem Augenblick betritt Lobo Bill die Hütte und ist rasend vor Wut. Zebulon denkt nicht lange nach, zieht seine Pistole und schießt. Allerdings wird dabei auch die Frau verletzt. Als sie sich mit letzter Kraft aus der Hütte geschleppt und auf eine Eisscholle gelegt hat, spricht sie das erste Mal mit Zebulon:

Du hast den einzigen Mann umgebracht, der sich jemals was aus mir gemacht hat. (…) Und jetzt hast du auch noch mich umgebracht. (…) Von nun an wirst du wie ein Blinder zwischen den Welten treiben, ohne zu wissen, ob du tot oder lebendig bist, ob die unsichtbare Welt existiert oder ob du träumst. Drei Mal wirst du vor dir selbst verschwinden und vor allen, die du kennst, und drei Mal wirst du – (…)

Der Gedanke an diesen Fluch verfolgt Zebulon ständig und er sucht nach einem Ausweg, den es wahrscheinlich gar nicht gibt. So zieht er weiter und macht seinen Job. Doch als er bei einem Pokerspiel mit einem betrügerischen Pärchen in einen Streit gerät, scheint sich der Fluch das erste Mal zu erfüllen.

Gerade die eventuelle Erfüllung des Fluchs ist die Grundlage für einen eher psychodelischen Western, bei dem man nicht weiß, in welcher Welt sich Protagonist und Leser gerade befinden. Vielleicht gibt es ja auch gar keine verschiedenen Welten und man konstruiert nur aufgrund des Fluches etwas. Die sehr verständliche Sprache und die detailreichen Beschreibungen der Menschen und des Lebens in einem wilden Amerika, wie es nur die wenigsten kennen, machen Lust auf mehr. Auch wenn man mit Hilfe der Leseprobe Zebulon erst seit ein paar Seiten kennt, möchte man gemeinsam mit ihm durch den Schnee reiten und Abenteuer erleben. Man will in seine Gedankenwelt eindringen und jeden verquerten Gedanken nachvollziehen.

Schaut doch einfach mal in die Leseprobe. Vielleicht ist das Buch auch etwas für euch.

 
Und für diejenigen, die noch an dem oben genannten Gewinnspiel teilnhemen möchten, folgen hier die wichtigsten Informationen:
„Der Residenz Verlag nimmt euch mit an die Grenzen zwischen Realität und Einbildung, zwischen Leben und Tod. In Zusammenarbeit mit Blogg dein Buch gibt es deshalb ein ganz besonderes Gewinnspiel! Für alle die mitmachen, gibt es die Chance, den modernen psychedelischen Western „Zebulon“ zu erhalten und den Protagonisten Zebulon Shook auf seiner Reise in eine andere Welt zu begleiten. Und das bleibt nicht euer einziger Vorteil: Die Gewinner werden vom Residenz Verlag gebührend mit tollen Residenz-Bücherboxen belohnen. Dabei könnt ihr bis zu 15 Titel aus dem derzeitigen Programm des Residenz Verlages abstauben! (…) Hat euch die Neugier gepackt? Wenn ihr die tragische Geschichte von „Zebulon“ miterleben und zu den glücklichen Gewinnern gehören wollt, dann macht mit beim Blogg dein Buch – Gewinnspiel!“

Vorschau

Auch wenn gerade etwas weniger los ist, möchte ich euch doch eine kleine „Vorschau“ anbieten.

Andrea Tillmanns
Tod im Wasser

Sirka Ehrenpreis arbeitet seit ihrer Scheidung als Privatdetektivin, besser gesagt als Spezialistin für entlaufene Hunde und entflogene Vögel. Nun aber stößt sie mitten in der Nacht auf eine Leiche im Aachener Geldbrunnen. Die Polizei glaubt zunächst an einen Unfall, bald stellt sich jedoch heraus, dass es Mord war. Ohne die eigenwilligen Ermittlungsmethoden von Sirka Ehrenpreis könnte der kauzige Hauptkommissar Klausen diesen vertrackten Fall nicht lösen!

Voraussichtlich am 17.08

Kenneth Grahame
Der Wind in den Weiden

Als der Maulwurf den Frühjahrsputz sein lässt und sich auf den Weg an die frische Luft macht, beginnt für ihn ein neues Leben voller herrlicher Erlebnisse mit seinen neuen Freunden: der ausgeglichenen Ratte, dem etwas ruppigen, aber großherzigen Dachs und dem selbstverliebten, impulsiven und unverbesserlichen Herrn Kröterich.

Die bezaubernde Fantasie Grahames und sein zarter Witz haben diese Geschichte zu einem der beliebtesten Kinderbücher der Weltliteratur gemacht. Robert Ingpens Ilustrationen geben dem zauberhaften Abenteuer eine großartige zusätzliche Dimension, die Jung und Alt begeistert.

Voraussichtlich am 22.08

L. Kaddor und R. Müller
Der Islam für Kinder und Erwachsene

In ihrem neuen Buch führen Lamya Kaddor und Rabeya Müller für jedermann verständlich in den Islam ein. Sie erläutern die Grundlagen – vom Koran über das Leben Mohammeds bis hin zu Pilgerfahrt und Scharia –, aber auch brisante Themen wie den Fundamentalismus oder die Situation der Frauen. Ein junger, unorthodoxer Blick auf eine große Religion.

Lamya Kaddor und Rabeya Müller porträtieren einen im Kern liberalen, toleranten und weltoffenen Islam, ohne die Probleme zu verschweigen, die gerade jungen Muslimen zu schaffen machen und die Integration erschweren, wie patriarchalische Familienstrukturen oder ein wortwörtliches Verständnis des Korans. Dabei gelingt es ihnen, Nichtmuslime mit

Leymah Roberta Gbowee
Wir sind die Macht

Erfolgreicher weiblicher Widerstand: Liberias Frauen versammelten sich auf den Marktplätzen zum Gebet und schreckten auch vor militanteren Formen zivilen Ungehorsams nicht zurück, um den Diktator Charles Taylor aus dem Amt zu treiben. Dieses sehr persönliche Buch berichtet aber auch von den Kämpfen einer alleinerziehenden Mutter zwischen Familie und Beruf. Gbowee macht Frauen Mut, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, und zeigt, dass es möglich ist, die Geschichte zu verändern.

Leymah R. Gbowee ist der Kopf und das Herz der afrikanischen Frauenfriedensbewegung. In entwaffnender Offenheit erzählt die Friedensnobelpreisträgerin, wie sie zur Frauen- und Friedensaktivistin wurde: Als der 14 Jahre währende Bürgerkrieg in Liberia ausbricht, will die 17-Jährige Kinderärztin werden. Stattdessen schlittert sie im Bürgerkriegschaos in eine von sexueller Gewalt geprägte Beziehung und hat sechs Jahre später vier Kinder, keine Ausbildung und keine Ziele mehr. Über ein Praktikum als Streetworkerin mit Kindersoldaten erwacht sie endlich aus ihrer Lethargie und nimmt ihr Leben selbst in die Hand. Nun wird sie im Wortsinn zur Powerfrau, die sich und andere die Befreiung aus den Gewaltstrukturen lehrt und die Beteiligung von Frauen am politischen Leben einfordert.